Freie Bewegung für Pferde – auch im Winter [Gastbeitrag]

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In der freien Natur bewegen sich Pferde den ganzen Tag auf der Suche nach Nahrung und Wasser, aber diese Möglichkeit können wir ihnen heute so nicht mehr uneingeschränkt  bieten. Trotzdem bleiben Pferde hochspezialisierte Lauftiere, die sich bewegen müssen, um gesund zu bleiben. Dazu gehört nicht nur geritten oder gefahren zu werden, sondern auch die freie Bewegung auf der Weide oder im Auslauf.

Im Sommer bieten Weideflächen in der Regel dafür genügend Platz, aber was passiert im Winter? So lange die Temperaturen noch oberhalb des Gefrierpunktes sind, werden nicht befestigte Flächen schnell schlammig, je nach Boden entstehen sogar durch die Hufe der Pferde tiefe Löcher. Möchte man diese Flächen auch im Sommer wieder als Weideflächen nutzen, dürfen sie nicht mehr von den Pferden betreten werden.  Sobald es friert, wird der Boden zwar tragfähiger, aber schon vorhandene Löcher werden damit auch quasi „zementiert“ – spätestens jetzt ist an freie Bewegung für die Pferde nicht mehr zu denken, hier ist die Verletzungsgefahr einfach zu groß.

Hier gilt es rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Problem zu lösen. Aber wie kann man den Boden so aufbereiten, dass er das ganze Jahr über nutzbar bleibt? Trotzdem nicht hart und wasserundurchlässig wie Asphalt oder Betonflächen? Eine gute Möglichkeit sind die so genannten Paddockplatten, auch Kunststoff-Rasengitter genannt. Diese gibt es für die verschiedenen Ansprüche in unterschiedlichsten Ausführungen. Teilweise sind so sogar ohne Unterbau, sprich direkt auf Naturboden verlegbar und sorgen das ganze Jahr über für eine lauffreundliche Oberfläche.

Die Platten verhindern das Durchmischen von Untergrund und Tretschicht und sind in vielen Fällen auch ohne Beschädigungen zurück zu bauen, so dass sich diese Investition auch für Pachtflächen lohnt. Um eine Bewegungsfläche für Pferde zu schaffen, die zumindest stundenweise am Tag an die frische Luft sollen, muss man nicht gleich eine riesige Fläche damit auslegen.  In den letzten Jahren hat sich immer mehr die Idee durchgesetzt, eine Laufstrecke zu schaffen. Zum Beispiel einmal um eine Weide herum, mit unterschiedlichen Untergründen, mehreren Futterstationen, Flächen zum Wälzen oder schlafen. Diese „Wege“ können an kurzen Stücken sogar sehr schmal sein, denn die Pferde bewegen sich meist hintereinander. Trotzdem muss für genügend Ausweichstellen gesorgt werden. Hier können Flächen entstehen, die das ganze Jahr, auch außerhalb der Weidesaison, genutzt werden können.  Um sich einen Überblick über die unterschiedlichen Paddockplattten zu verschaffen, lohnt sich ein Blick auf die Seite http://www.pferde-infoservice.de/paddockplatten.html. Hier findet man neben einer Auflistung der Daten  auch eine Menge Tipps rund um Böden für die Pferdehaltung.

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