Gastbeitrag: Reiten in der Halle – Lauffreudigkeit durch den richtigen Reitsand

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Die richtige Bodenbeschaffenheit ist eine Grundvoraussetzung für ungetrübten Reitspaß. Ob in der Halle oder auf dem Reitplatz: Der Boden sollte keinesfalls zu weich sein. Sinkt das Pferd mit jedem Schritt ein, ist die exakte Ausführung von Dressurlektionen oder kraftvolles Springen unmöglich, was zu Frustrationen bei Pferd und Reiter führt. Zu hart darf der Untergrund ebenfalls nicht sein.

Häufiges Reiten auf unflexiblen Böden beschleunigt die Entstehung von schmerzhaften Gelenkerkrankungen beim Pferd. Hinzu kommt das erhöhte Verletzungsrisiko des Reiters im Falle eines Sturzes.

Neben der richtigen Konsistenz gibt es weitere Anforderungen, die an eine ideale Tretschicht gestellt werden. So sollte der verwendete Reitsand möglichst staubarm sein und über gute feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften verfügen, damit eine Pfützen- oder Eisbildung ausgeschlossen ist. Die optimale Tretschicht stellt eine physikalische Hilfe für Pferde dar, sodass diese ihre volle Lauffreudigkeit mit Begeisterung entwickeln werden. Neben bester Pflege, liebevoller Motivation und sorgfältigem Training ist es deshalb vor allem der Boden, der für den Erfolg entscheidend ist.

Ideal: die Tretschicht aus Quarzsand

Ein Material, das alle geforderten Eigenschaften einer Tretschicht in sich vereint, ist Quarzsand. Er zeichnet sich zudem durch eine hohe Erosionsbeständigkeit aus, sodass er auch für den Außenbereich hervorragend geeignet ist. Dank seiner kantengerundeten Körnung verfestigt sich solcher Reitsand nie zu stark, bietet jedoch Widerstand genug, um ein Einsinken der Hufe zu verhindern. Seine Elastizität kann bei Bedarf durch verschiedene Zuschlagstoffe wie Polyestervlieshäcksel, Hackschnitzel oder Holzspäne variiert werden.

Ist der Reitsand genau auf die sportlichen Anforderungen abgestimmt, erzeugt er in der Physiologie des Pferdes keinerlei Irritationen. Sprünge werden elastisch abgefedert und das Pferd muss keinen muskulären Zusatzaufwand zur Überwindung von Widerständen betreiben, die der Boden ihm entgegensetzt. Da gesunde Pferde als Fluchttiere über eine naturgegebene Lauffreude verfügen, genießen sie es, sich auf solch einer Tretschicht zu bewegen, die sie selbst in der Natur kaum jemals in solch idealer Weise vorfinden.

So unterstützt eine Tretschicht aus Quarzsand die Lauffreudigkeit

  • Der Huf sinkt nicht unkontrolliert im Reitsand ein, wodurch Muskelkraft gespart wird.
  • Belastungen der Gelenke werden elastisch abgefedert, was den Bewegungsapparat des Pferdes schont.
  • Der Reiter genießt ein »weicheres« Reitgefühl, sodass er mit größerer Sensibilität auf das Pferd eingehen kann.
  • Auch im Winter entstehen keine eisigen Stolperfallen, was die Unfallgefahr für Pferd und Reiter minimiert.
  • Eine Schlammbildung ist ausgeschlossen, sodass auch Außenplätze in regenreichen Zeiten benutzbar bleiben.
  • Die geringere Staubbildung ermöglicht den Pferden freies Atmen, was ihre Lauffreudigkeit massiv erhöht und ihre Atemwege schützt.

Die richtige Pflege einer Tretschicht

Damit komfortables Reiten jederzeit möglich ist, sollte der Boden richtig aufgebaut und gut gepflegt sein. Für das Reiten in der Halle ist es dringend empfehlenswert, auf staubarmen Quarzsand zu setzen, da die natürliche Befeuchtung durch Regen hier nicht gegeben ist. Dennoch kann es notwendig sein, den Boden vor dem Reiten anzufeuchten. Ideal ist es, wenn hierfür ein vorinstalliertes Bewässerungssystem vorhanden ist und dem Reitsand feuchtigkeitsbindende Materialien beigemengt werden. Im Außenbereich empfiehlt sich die Einbringung eines Drainagesystems, das überschüssige Nässe zuverlässig ableitet. In beiden Fällen gilt: Je hochwertiger die Zuschlagstoffe und je konsequenter Pferdeäpfel zeitnah entfernt werden, desto länger ist die Lebensdauer der Tretschicht.

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