Ausbildung: Übertritte und Seitengänge

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Einführung

In unserer Reihe zu „Übertritten und Seitengängen“ möchten wir Euch wöchentlich Grundlagen der Ausbildung für Pferd und Reiter erläutern. Grundlegende Dressurlektionen für die Gymnastizierung, Durchlässigkeit und Rittigkeit eines Pferdes. Diese sollte jeder Reiter beherrschen, egal in welcher Disziplin er unterwegs ist. Ebenso werden wir euch weiterführende Dressurlektionen vorstellen um euch einen Einblick zu geben, wie vielfältig ein Pferd geritten werden kann.

In dieser Einführung bekommt ihr einen Überblick über die Lektionen, die wir euch vorstellen werden, sowie ein paar fundamentale Informationen über die Besonderheiten. Zu den jeweiligen Lektionen werden wir Euch die Hilfengebung beschreiben und auch Hufschlagfiguren dazu vorschlagen, ebenso erweiterte Trainingsbeispiele geben.

Die Lektionen in der Übersicht

Artikel 1: Vor- und Hinterhandwendungen

  • Vorhandwendung
  • Hinterhandwendung
  • Kurzkehrtwendung
  • Schrittpirouette

Artikel 2: Das Schenkelweichen

Artikel 3: Entfaltung der Schulterfreiheit

  • Schulter vor
  • Reiten in Stellung
  • Schulter herein

Artikel 4: Der Schenkelgehorsam

  • Travers
  • Renvers
  • Traversale

Artikel 5: Galopparbeit:

  • Zirkel verkleinern
  • Arbeitspirouette
  • Galopppirouette

Allgemeine Informationen

Vielleicht werden sich einige die Frage stellen, worin der Unterschied zwischen dem Übertreten und einem Seitengang besteht?

Zu den Seitengängen gehören  alle Lektionen, die mit einer vorwärts-seitwärts Verschiebung inklusive einer Versammlung, Stellung und Längsbiegung eines Pferdes zu tun haben. Alle anderen Übungen sind als Übertritte anzusehen.

Und da das Schenkelweichen nur aus einer Stellung des Pferdegenicks besteht ohne jegliche Biegung in den Rippen, wird das Schenkelweichen nicht zu den Seitengängen gezählt. Somit zählen zu den Seitengängen: Schulter herein, Travers, Renvers und Traversalen.

Allgemein wird bei allen aufgezählten Lektionen die Hinterhand gekräftigt und zur vermehrten Lastaufnahme angeregt. Die Hinterhand muss jeweils weiter unter den Körper treten und das Pferd versammelt sich. Durch die Kräftigung und Versammlung wird später auch die Verstärkung der Gangarten verbessert, weil das Pferd mehr Schwung aus der Hinterhand entwickeln kann.

Die Schulterfreiheit und die Hankenbeugung werden durch Seitengänge gefördert. Seitengänge festigen das Gleichgewicht, ebenso den Schenkelgehorsam und halten das Pferd gelenkig.

In der Regel werden Seitengänge im versammelten Tempo geritten. Wenn Pferd und/oder Reiter dies allerdings noch lernen werden Seitengänge auch im Arbeitstempo und im Schritt geritten, ebenfalls dann, wenn zuerst zu wenig Schwung entwickelt wird.

Generell ist zu sagen, dass man sich keine dieser Lektionen alleine beibringen sollte, sondern dass sie so lange nur unter Anleitung eines Reitlehrers oder eines anderen erfahrenen Reiters geritten werden, bis man sie selbst verinnerlicht hat und spüren kann, ob sie korrekt ausgeführt werden. Je nach Talent und Eifer des Reiters und des Pferdes kann dies auch schon in sehr kurzer Zeit eintreten.

Ebenfalls hilft ein Zuschauen bei der Unterrichtserteilung seines Reitlehrers bzw. überhaupt jedes Zuschauen bei Reitunterricht oder auch den Reitsportübertragungen im Fernsehen. Man kann sehr viel mit den Augen „stehlen“ und bekommt oftmals schneller den „Durchblick“ für die einzelnen Lektionen.

 

Wir würden uns sehr freuen wenn Ihr unsere Serie aufmerksam verfolgen und kommentieren würdet.
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Reiterin mit Spezialgebiet Dressur, Erfahrungen in Zucht, Haltung, Fütterung und Gesundheit

  • http://www.fotografie-von-svantje.de.to Svantje B.

    Ich freue mich jetzt schon auf die Serie/Reihe ;)
    Ich werde das alles dan sofort am Langen Zügel mit meinem Pony üben ;)

  • Ida

    ich finde eure beiträge immer interessant zu lesen =)