Turnier – Training und Prüfungstag

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Bevor die Turniersaison beginnt schaut man sich den Turnierplan an und macht einen groben Plan, bei welchen und wie vielen Turnieren man an den Start gehen möchte. Darauf stimmt man dann die Trainingseinheiten ab.

Springreiter müssen auf dem Turnier relativ spontan reagieren und sich einstellen können, da sie vorher nicht den Parcours kennen. Sie trainieren zu Hause verschiedene Sprungarten und Kombinationen.

Dressurreiter müssen Ihre Prüfungsaufgabe zu Hause üben und ggf. auch auswendig lernen.

Wie lernt man eine Dressuraufgabe?

Am Einfachsten ist es natürlich, wenn man einen Helfer hat, der einem die Aufgabe Schritt für Schritt vorliest. Oder wenn man die Aufgabe zusammen mit seinem Reitlehrer einstudieren kann.

Wie bringt man sich die Aufgabe selbst bei?

Bevor man sich auf das Pferd setzt sollte man sich die Aufgabe einige Male durchgelesen haben. Der Anfang prägt sich meist sehr schnell ein.

Auf dem Pferd sitzend reitet man dann in Etappen und übt so die Aufgabe. Man prägt sich zwei-drei aufeinanderfolgende Lektionen und Hufschlagfiguren ein und reitet diese ein paar Mal hintereinander durch. So immer weiter bis man letztlich die komplette Aufgabe auswendig reiten kann.

Tritt bei einer Hufschlagfigur bzw. bei einer Lektion ein Problem auf wird dies ganz spezifisch trainiert. Dazu sollte nach dem Aufwärmen und Lockern das Problem ein paar Mal geritten werden, dann wieder eine Abwechslung eingelegt werden. Später kann man das Problem erneut angreifen.

Sehr wichtig ist, dass die gleiche Lektion nicht zu oft hintereinander geritten wird, da sonst die Konzentration nachlässt, beim Pferd wie auch beim Reiter.

Der Turniertag

Es sollte ausreichend vorher geplant sein, wie der gesamte Tag ablaufen muss, damit man rechtzeitig zur Prüfung auf dem Turniergelände erscheinen kann. In der Regel ist Meldeschluss eine Stunde vor Prüfungsbeginn – Abweichungen sind allerdings möglich und sollten genau der Ausschreibung entnommen werden. Zum Melden ist es nicht zwingend nötig, persönlich die Meldestelle aufzusuchen. Es geht auch telefonisch. Das bedeutet, dass man nicht schon über eine Stunde vor Prüfungsbeginn auf dem Turniergelände erscheinen muss, was die weitere Planung wesentlich vereinfacht.

Am Vortag des Turniers sollte die Ausrüstung nochmals überprüft und gereinigt werden.

Am Morgen des Turnieres wird das Pferd schön hergerichtet, ordentlich geputzt und die Mähne eingeflochten. Der Transport zum Turnier sollte gut organisiert sein. Das Pferd sollte ohne Stress zum Turnierort gebracht werden. Für die Fahrt muss ausreichend Zeit eingeplant, ebenfalls mit Umleitungen oder Staus gerechnet werden.

Am Turnierort angekommen vergewissert man sich über das Wohlbefinden des Pferdes. Man sucht die Meldestelle auf und sucht nach der Starterliste. Je nach Startbuchstabe muss die Abreitzeit geplant werden. Generell gilt: Lieber etwas länger im Schritt abreiten als in Stress und Hektik zu wenig Vorbereitung zu haben.

Wenn die Prüfung um ist heißt es auf das Ergebnis und eventuell auf die Siegerehrung zu warten.

Bevor die Heimfahrt wieder angetreten wird ist das Pferd ausreichend zu versorgen. Man bietet ihm Wasser an, wäscht es gegebenenfalls ab und deckt es für den Transport ein. Im Hänger darf es dann Kraftfutter und Heu bekommen. Man sollte das Pferd nicht zu lange im Hänger stehen lassen. Bei Hitze heizt sich der Hänger extrem auf und der Kreislauf des Pferdes kann kollabieren.

Bei Erreichen des heimatlichen Stall freut sich das Pferd, wenn es in eine frisch gemistete Box darf und sich dort erleichtern kann. Man sollte dem Pferd etwas Ruhe gönnen. Unter Umständen darf es dann auch noch auf die Weide (Ruhezeit mindestens 30 Minuten).

Dies wäre der beste Ausgleich und der schönste Ausklang für einen anstrengenden Turniertag.

 

Reiterin mit Spezialgebiet Dressur, Erfahrungen in Zucht, Haltung, Fütterung und Gesundheit