10 Gründe um mit dem Reiten anzufangen

Eingefleischte Reiter und Pferdeliebhaber werden natürlich gleich mehrere Gründe aufzählen können, warum sie selbst mit dem Reiten angefangen haben. Hier können nun aber vielleicht noch ein paar andere Gründe gefunden werden, die eine Person dazu ermuntern könnten, mit dem Reiten zu beginnen.

1.    Soziale Kontakte

In der Regel wird man in einem Reitstall mit dem Reiten beginnen. Hier herrscht dann ein reger Umtrieb von anderen Reitern. Somit können soziale Kontakte geknüpft werden und eventuell entstehen so auch neue Freundschaften.

2.    Verantwortung

Die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen bringt viel Freude und Pflichtbewusstsein. Sei es für ein Schulpferd, eine Reitbeteiligung oder gar ein eigenes Pferd.

3.    Hobby

Jeder der ein eigenes Pferd hat weiß, wie zeitintensiv dieses Hobby betrieben werden kann. Je nach Unterbringungsform des Pferdes kann Zeit investiert werden. Bei einer Selbstversorgung des Pferdes muss allerdings erwähnt werden, dass nicht mehr viel Zeit für andere Hobbies da sein wird.

4.    Sport

Für jeden gesunden Körper ist Reiten ein hervorragender Sport. Es sieht zwar so aus als ob der Körper relativ wenig in Bewegung ist. Jedoch werden so viele Muskeln angesprochen wie bei kaum einer anderen Sportart. Die Körperspannung ist sehr hoch. Muskeln vom Kopf bis in die Zehen werden beansprucht, je nach Reitdisziplin und Ausbildungsstand in verschiedenen Positionen.
Reiten ist ein sehr gelenkschonender Sport. Zum Beispiel für Menschen, die Probleme mit den Knien haben, bietet sich Reiten an. Es kommt wenig Belastung auf die Gelenke.
Allerdings: Wenn Personen an der Wirbelsäule Schäden und Probleme haben, dann ist Reiten nicht unbedingt ratsam, da die Wirbelsäule viele Erschütterungen abzufangen hat.

5.    Gleichgewichtsprobleme

Personen, die Probleme mit dem Gleichgewicht haben, setzen auf „das richtige Pferd“ mit dieser Sportart. Die rhythmischen Bewegungen des Pferdes beeinflussen das Finden des Gleichgewichts in einer sehr ruhigen Art und Weise.

6.    Ausgleich, Stress, Therapie

Reiten wird viel zur Therapie eingesetzt, sei es für behinderte Menschen oder auch für Burn-Out-Patienten. Reiten ist ein toller Ausgleich, da ausgebildete Pferde Ruhe ausstrahlen, neue Kraft geben und motivieren.

7.    Gemeinsam mit…

Das Miteinander mit einem Lebewesen, das im Durchschnitt 600kg wiegt und einen eigenen Kopf mit viel Denkvermögen hat – das ist ein großer Ansporn das Reiten in Angriff zu nehmen. Im Umgang mit dem Pferd geht es zwar auch um die Verteilung einer klaren Rangordnung. Jedoch wird ein unterdrücktes Pferd nicht die Leistung bringen, die ein freudig und freundschaftlich gearbeitetes Pferd bringen wird. Und dies ist das Ziel!

8.    Herausforderung auf Wettkämpfen

Mit fortgeschrittenen Reitkenntnissen kann man sich auf Turnieren mit anderen Teilnehmern messen. Die Vorbereitung auf den Wettkampf erfordert Disziplin und Konzentration. Die Konzentration während der Prüfung zu wahren, Leistung auf den Punkt bringen zu können und diese auch noch mit Freude dem Pferd vermitteln zu können, das ist die größte Herausforderung eines Reiters.

9.    Naturnähe

Freizeitreitern geht es wenig um die Konkurrenz auf Wettkämpfen. Sie genießen einfach nur die Natur während ihrer Ausritte. Häufig gibt es extra ausgewiesene Reitwege, oftmals durch Wälder. Man kann die Pracht des Waldes, der Natur an sich sehen, wahrnehmen und spüren. Vorbei oder auch durch Bäche und kleine Flüsse. Unbeeindruckt von jedem Wetter, reiten bei Sonnenschein oder Regen, bei Schnee und Kälte – das ist eines der höchsten Gefühle – und stärkt zudem die Abwehrkräfte.

10.    Leidenschaft

Reiten ist eine Kunst, die nie vollendet werden kann. Es wird immer ein Besser geben. Jedoch das Streben nach der Vollendung, nach der perfekten Harmonie mit dem Pferd… – dies ist eine Motivation, ein Streben nach Glück.

Vielleicht fallen euch noch andere Gründe ein oder ihr könnt diese Gründe ergänzen. Vielleicht schafft ihr es nun auch, bisherige Nichtreiter zum Reiten zu motivieren.

Angehende Reiter werden wahrscheinlich noch verschiedene Fragen bezüglich der Reitstunden stellen. Eine grundlegende Frage wird sein:

Wie sieht ein guter Reitunterricht aus?

Auf Folgendes sollte geachtet werden:

  • Schaut euch in Ruhe nach einem Reitbetrieb um.
  • Vergleicht mehrere Reitställe miteinander.
  • Schaut öfters und unangemeldet im Reitunterricht als Zuschauer vorbei.
  • Wie groß sind die Unterrichtsgruppen? Hat jeder Reitschüler die Möglichkeit individuell zu lernen?
  • Bildet euch selbst ein Urteil über das Erscheinungsbild des Stalles und des Reitunterrichts.
  • Sprecht mit verschiedenen Personen des Stalles, Einsteller, Reitschüler, Reitbeteiligungen.
  • Fragt die/den Reitlehrer/in alles was euch in den Sinn kommt. Macht euch vielleicht vorher Stichpunkte was euch wichtig ist zu wissen. Ihr könnt jedoch anhand dieser Antworten abschätzen, ob der/die Reitlehrer/in in Form von Diplomatie und Pädagogik qualifiziert ist. Lasst Euch auch die Qualifikationen des/der Reitlehrerin aufzählen.
  • Seht euch die Unterbringungen der Pferde an: Sind die Boxen groß genug? Sehen die Pferde glücklich aus? Sind sie gut genährt?
  • Wie präsentieren sich die Schulpferde? Sind sie ausgeglichen? Kommt es zu vielen Unfällen und gehen viele Pferde durch?
  • Kommen die Pferde auch im Winter auf die Koppel oder haben genügend Auslauf?

Eine ebenso brennende Frage wird sein:

Was kostet Reitunterricht?

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Größe des Reitstalles
  • Größe der Unterrichtsgruppen (Einzelunterricht kostet mehr als Gruppenunterricht)
  • ob der Unterricht auf Schulpferden, Privatpferden, Reitbeteiligung oder eigenem Pferd stattfindet
  • Qualifikation des/der Reitlehrers/Reitlehrerin (Trainerschein) und in welcher Klasse er/sie selbst auf Turnieren reitet

Um eine grobe Richtung für eine Preisvorstellung zu geben:

  • Gruppenunterricht mit bis zu 6 Reitschülern sollte nicht mehr als 8 Euro pro Stunde kosten.
  • Einzelunterricht ist sehr individuell gestaltet und findet meist in 30 Minuten statt. Hier belaufen sich die Kosten auf ca. 30 Euro. Je nach Ausbildungsstand und je nach Qualifikation des Reitlehrers kann der Betrag variieren.

 

Gerne könnt ihr uns über eure Erfahrungen berichten. Wir würden uns freuen!