Kannst Du den Absprungspunkt erkennen? 10 wertvolle Tipps

Den richtigen Absprungspunkt zu erkennen, wenn man auf ein Hindernis zusteuert, beinhaltet zu wissen, wann das Pferd abfußen muss um den Sprung sauber zu bewältigen. Es heißt dass dies eine natürliche Begabung ist, die nicht erlernt werden kann; in der Art wie singen; entweder man kann den Ton halten oder eben nicht. Wie auch immer, das heißt nicht, dass wir unsere Fähigkeit die wir haben nicht verbessern können – mit jedem Ritt, Rübung und korrektem Training kann der Absprungspunkt gesehen und gefunden werden.

Der beste Rat von vielen Trainern heißt, sich NICHT auf den Apsprungspunkt im Glände oder in der Bahn zu fixieren. Im Gegenteil, es ist besser das korrekte Reiten zu üben, weil dies Dir selbst und Deinem Pferd hilft den Rhythmus und Mobilität zu entwickeln – diese Begabung hilft dem Pferd ein Hinderniss sicher und ohne Abwurf zu überspringen ohne „in Not zu kommen“, auch wenn der Absprungspunkt nicht korrekt gewählt war. (Merke: Es ist unser höchstes Ziel als Springreiter einen Parcours fehlerfrei und sicher zu absolvieren ohne unsere eigene oder die Gesundheit unseres Pferdes in Gefahr zu bringen). Ein gut ausbalanciertes Pferd mit einem guten Rhythmus ist besser in der Lage ein Hindernis zu bewältigen als ein Pferd, das stark auf das Hinternis zugaloppiert und kurz davor stark abgebremst wird!

Hier sind 10 gute Tipps den richtigen Absprungspunkt zu erkennen und einen guten Ritt mit dem Pferd zu absolvieren, wenn man auf einen Sprung zureitet:

 

1Kenne und verinnerliche die Länger der Galoppsprünge Deines Pferdes – die durchschnittliche Länge wird benötigt um die Anzahl der Galppsprünge vor dem Absprung zu berechnen. Ein normaler Galoppsprung liegt bei einer Länge von 3,5m. Das bedeutet das Pferd legt vor dem Hindernis eine Distanz zurück, die höher ist als der Sprung an sich. Arbeite mit einem Freund oder Reitlehrer zusammen, um die Galoppsprunglänge zu ermitteln. Dann kannst Du beim Abschreiten des Parcours durch die Abmessungen festlegen, wieviele Galoppsprünge zwischen den Hindernissen liegen. Hierbei beachtest Du ebenso, wieviele verkürzte Galoppsprünge eingebaut und wieviele Galoppsprünge verstärkt geritten werden können.

2Es ist wichtig den Galopp versammeln zu können, egal wie schnell der Galopp derzeit ist – und es ist durchaus möglich einen versammelten Galopp auf dem Hinterbein zu reiten, der eine impulsive Sprungkraft entwickelt. Denke an die Paarungen, die kraftvoll Hindernisse überwinden – meistens ist ihr Grundtempo relativ niedrig.

3Ein ähnlicher Punkt wie eins; werde nicht zu schnell – viele Fehler entstehen daraus, dass wir wissen, dass wir Sprungkraft benötigen. Es kann trotzdem dazu führen, dass das Pferd schlecht springt, möglicherweise einen Fehler verursacht und das wirft Pferd und Reiter im Selbstvertrauen zurück.

4Kopiere nicht den Stil eines Anderen. Als Springsport in den Medien noch mehr vertreten war, vor ca. 30 Jahren, kopierten viele Nachwuchsreiter ihre TV-Idole in ihrer Technik; viele Reiter ritten unkontrolliert auf den Sprung zu, was oft dazu führte, dass die Sprungbewegung von Reiter und Pferd nicht eins waren und der Reiter sich den Oberkörper böse am Hals des Pferdes gestoßen hat (oder gar am Kopf des Pferdes). Wie auch immer, die Stile haben sich im Laufe der Jahr verändert. Ein „Danke“ an die verschiedenen Einflüsse des internationalen Sports. Das Springreiten des 21. Jahrhunderts ist generell viel ruhiger und mit dem Focus auf ausbalancierte Pferde. Begutachte Dein eigenes Reiten und passe es Deinem Pferd an; Du wirst herausfinden ob es stark auf der Vorhand geht oder ob es auffällig oft zu früh abspringen möchte.

5Übung macht den Meiser. Hast Du Dir schon mal die amerikanischen Springreiter angeschaut? Sie sind berühmt für ihre Exaktheit. Für viele Trainer ist dieses Land unattraktiv weil Springprüfungen auf Hunter-Klassen aufgebaut sind. Baue Dir Sprünge auf Deinem Reitplatz auf. Zum Beispiel: Die Hindernisse stehen vier Galoppsprünge auseinander. Übe die schnellere Linie mit drei Galoppsprüngen, aber auch die Variante mit gesetzten fünf Galoppsprüngen. Hierfür musst Du stark in den Sattel einsitzen, die Schultern hochnehmen um das Tempo herunter zu regulieren. Fange den Galoppsprung ein und versuche ihn gleichmäßig zwischen den Sprüngen einzuhalten.

6Lerne die verschiedenen Hinderniss-Arten kennen – zzum Beispiel einen Steilsprung, einen Oxer oder ein Doppelrick. Je tiefer das Hindernis, desto weiter wird Dein Pferd springen. Als grobe Richtlinie kann man sagen, dass das Pferd so viel vor dem Hindernis abspringen sollte wie das Hindernis hoch ist. Das wird aber immer von der Höhe und der Sprungart des Pferdes beeinträchtigt. (Für einen 1-m-hohen Steilsprung musst Du einen Meter vor und einen Meter nach dem Hindernis einkalkulieren. So zeigt das Pferd auch eine schöne Basküle. Markiere Dir den Meter vor dem Sprung, dies erleichtert die den Absprung. Dieser Tipp wird kontrovers betrachtet, aber versuche nicht nach unten zu schauen. Schaue voraus!)

7Achte auf Deine Trabarbeit – es gibt nicht viele Springpferde, die im Parcours traben, aber das heißt nicht, dass Du diese Gangart mit Gleichgültigkeit betrachten solltest. Merke: Wir wollen Rhythmus und Mobilität entwickeln und ein gut ausbalanciertes Pferd haben.

8Ebenso sagt auch der Schritt viel über den Sprung des Pferdes aus. (Ein schlechter Schritt ist gleichzusetzen mit einem schlechten Sprung). Übe Übergänge zwischen den verschiedenen Gangarten. Das Pferd muss die Last im Hinterbein aufnehmen, sich versammeln. Die Tritte der Hinterhufe dürfen nicht viel über die Abdrücke der Vorderhufe treten. Merke Dir Abmessungen innerhalb des Parcours und schreite sie ab, focussiere Dich auf eine gleichbleibende Geschwindigkeit. Diese Abmessungen helfen Dir Dein Auge zu schulen.

9Zähle laut die Galoppsprünge wenn Du auf ein Hindernis zureitest. Beginne bei den letzten drei Sprüngen vor dem Absprung: Eins, zwei, drei.

10Keine Panik! Wenn Du einen vorwärts strebenden, jedoch versammelten Galopp reitest, kannst Du die meisten Sprünge bewältigen und es wird maximal ein halber Galoppsprung vor dem Absprungpunkt abgesprungen. Wie schon gesagt: Wenn Dein Pferd gut trainiert ist, ist es immer in der Lage, den Sprung zu bewältigen.

 

Ein Schritt nach dem anderen.

Okay, es wird Dir zwar nicht helfen den richtigen Absprungpunkt zu erkennen, aber ein Paar angepasste und bequeme Reitschuhe helfen Dir, der Bewegung des Sprunges Deines Pferdes mitzugehen – Horze Reitstiefel Sporty (#38044) sind aus einem weichen Synthetik-Leder hergestellt, die mit einem Reißverschluss und Elastik-Einsatz im hinteren Bereich für Flexibilität sorgen. Kombiniert mit einer Vollbesatz-Reithose, wie z. B. Horze Grand Prix Vollbesatz-Reithose für Männer (#36465) oder Horze Active Vollbesatz-Reithose für Damen (#36471) sorgt dies für Sattelfestigkeit. Besuche www.horze.de für mehr Details zu diesen und mehr Produkten.