Sicherheit beim Reiten: Sehen und gesehen werden!

Wie sicher es ist mit unseren Pferden am Straßenverkehr teilzunehmen hängt von unserem Wohnort ab. Jedes Land hat eine andere Einstellung zum Reiten, weil die Größe des Landes und das damit zusammenhängende Straßennetzwerk die Sicherheit beim Reiten stark beeinflusst.

Ein Beispiel aus Großbritanninen: Mehr als 24.500 Menschen wurden innerhalb von 12 Monaten Opfer eines Reitunfalls im Straßenverkehr. Darunter gab es Leicht- und Schwerverletzte, aber auch Todesfälle. Alleine zwischen Januar und Juli 2011 wurden 136 Verkehrsunfälle gemeldet, bei denen ein Pferd involviert war. Diese Statistik wurde von der Britischen Horse Society (HBS) verfasst.

Reiter haben es schwer, da die Bevölkerungszahl steigt und dei Reiter stark befahrende Straßen überqueren müssen, um auf das freie Gelände zu kommen. Dies wird auch durch die Ignoranz vieler Verkehrsteilnehmer verursacht, die Pferden nicht wohl gesonnen sind und unvorsichtig an Pferden vorbei fahren oder viel zu schnell auf den Landstraßen unterwegs sind.

Es gibt Alternativen zum Reiten im Straßenverkehr: Manche Regionen bieten gegen Gebühr an, dass Reiter dazu befugt sind, über private Grundstücke zu reiten. Schaut euch im Internet nach den Möglichkeiten um, die in eurer Region zur Verfügung stehen. Das ist ein toller Weg gesund und sicher Freude am Reiten zu haben.

Wo auch immer Du reitest – Sicherheit steht an erster Stelle. Wie in allen Sportarten reduziert eine entsprechende Schutzausrüstung die  Auswirkungen eines Unfalls. Hier sind unsere Top 10 für sicheres Reiten:

Passende Ausrüstung

Stelle sicher, dass Deine Ausrüstung in Takt ist und auch passt. Zwei der meist bekannten Gründe eines Reitunfalls mit Personenschaden sind defekte Reitausrüstung und dass der Sattelgurt nicht fest genug angezogen wurde.

Pferdegehorsam

Übe ständig mit Deinem Pferd, damit Du es in allen Situationen unter Kontrolle hast. Übe Dinge wie vom Pferd aus ein Tor zu öffnen und vergiss auch die Dressurgrundlage nicht, damit Dein Pferd auf Schenkelhilfen reagiert. Dies wird Dir in jeder Situation des Reitens entgegenkommen.

Ausreitgelände

Sei Dir sicher, dass Du Dein Ausreitgelände kennst. Das beinhaltet zu wissen, wann örtliche Geschäfte mit Ware beliefert werden oder wann die Schule endet – alles, was zu mehr Verkehr auf der Straße führen kann. Ebenso ist es sehr sinnvoll zu wissen, wer sich an welchen Orten aufhält. Zum Beispiel: Waldränder werden viel von Motocross-Fahrern genutzt. Deshalb sollten Pferde nicht gleichzeitig am selben Ort sein. Ebenso ist es ratsam sich über die Bodenbeschaffenheit gklar zu sein und dies erst im Schritt auszukundschaften bevor man zum Trab oder Galopp übergeht.

Erreichbarkeit

Es ist kein Fehler ein Handy bei sich zu tragen, vielleicht für den Fall, dass Du Hilfe brauchst oder um Bescheid zu geben, dass Du Dich verspäten wirst. Viele speichern Freunde oder Familienmitglieder unter „ICE“ ab (in case of emergency = Notfallnummer). Helfer können dann schneller Kontakt zu den nahestehenden Personen aufnehmen.

Fluchttier

Du solltest mit den Zügeln immer gut in Kontakt mit dem Pferdemaul stehen. Lange Zügel können zu schweren Unfällen führen, falls sich ein Pferd erschreckt. Behalte immer im Hinterkopf, dass ein Pferd ein Fluchttier ist und plötzlich erschrecken und losrennen kann.

Handzeichen

Wenn Du am Straßenverkehr teilnimmst, dann gib bei einem Richtungswechsel deutliche Handzeichen: Halte die Hand waagrecht für mindestens drei Sekunden in die jeweilige Richtung, damit die anderen Verkehrsteilnehmer dies deutlich erkennen können. Achte darauf, dass Deine Gerte in der Hand liegt, die die Zügel in dem Fall hält, damit Dein Pferd durch die angehobene Gerte nicht erschreckt wird.

Freundlichkeit

Sei freundlich zu anderen Verkehrsteilnehmern. Bedanke Dich durch einen kleinen Wink mit der Hand wenn Rücksicht genommen wird. Aber denke daran, dass auch ein kleines Kopfnicken und ein Lächeln schon sehr geschätzt werden, wenn Du alle Hände voll hast.

Junge Pferde

Es sollten nie mehr als zwei Pferde nebeneinander auf der Straße laufen. Wenn ein junges unerfahrenes Pferd dabei ist, sollte dies von einem erfahrenen und verkehrssicheren Pferd zum Verkehr hin abgesichert werden.

Schutzausrüstung

Trage entsprechende Sicherheitsausrüstung. Eine Empfehlung ist, dass alle Reiter unter 18 Jahren auf jeden Fall einen Helm und einen Rückenprotektor tragen sollten. Jedoch sollte generell immer ein Helm getragen werden, egal wie alt man ist. Zudem auch immer Schuhe mit rutschfester Sohle und Absätzen tragen, die ein Durchrutschen im Steigbügel verhindern.

Reflex-Artikel

Benütze reflektierendes Zubehör und Kleidung wenn Du auf viel genutzten Wegen unterwegs bist. Spare sie Dir nicht nur für die Dämmerung und Dunkelheit auf. Es heißt, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer bis zu drei Sekunden länger brauchen um ein Pferd im Straßenverkehr einschätzen zu können. Es ist sicherer bei schlechten Sichtverhältnissen nicht die Straße zu benutzen. Aber wenn Du musst, dann stelle sicher, dass Du reflektierende Kleidung trägst und auch Dein Pferd mit Reflexartikeln kenntlich gemacht ist. Dies sind ein paar sinnvolle reflektierende Produkte:

  • Reflex-Gamaschen – aus Neopren in einem auffallenden Orange mit breiten Reflektorstreifen. Sie schützen die Pferdebeine und sorgen zusätzlich für ein schnelles gesehen werden.
  • Reflektierender Schweifschoner – in gelb mit breitem Reflexstreifen.
  • Reflektordecke – in orange mit großen umlaufenden Reflexstreifen,d ie bei Dunkelheit für große Sichtbarkeit sorgen.
  • Reflektorband für den Reithelm – sehr einfach anzubringen, aber mit großer Wirkung.
  • Helmlampe – einfach über den Helm ziehen, einschalten und den Überblick behalten. Auch gut für die Stallarbeit bei Dunkelheit geeignet.

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